Auch ein Filialkonto kann ein günstiges Konto sein

Immer mehr Verbraucher wenden sich dem Onlinebanking zu und richten dazu einen Onlinezugang ein bzw. suchen eine der Direktbanken im Internet aus. Was aber machen die Verbraucher, die keinen Internetzugang zu Hause haben? Das sind in Deutschland immerhin rund 27 Millionen Menschen, von denen wahrscheinlich fast jeder ein Girokonto benötigt. Die Gründe dafür können jedoch sehr vielschichtig sein, nicht jeder hat Angst vor der Welt des Internets. Manche haben einfach keine Lust darauf, sie wollen sich der Informationsflut nicht täglich aussetzen, die ständige Verfügbarkeit kann auch nachteilig sein. Senioren kommen ebenfalls häufig ohne Internetanschluss aus, auch wenn es viele für sich entdeckt haben. Müssen diese Menschen grundsätzlich mehr für ihr Girokonto zahlen, oder geht es auch hier billig?

Filialbank im Vergleich zur Direktbank

Zunächst einmal zu den unterschiedlichen Begriffen: Die Filialbank kennt jeder, es handelt sich um die Bank um die Ecke, ob im Dorf oder in der Stadt. Dort gibt es natürlich gleich eine ganze Reihe verschiedener Banken, hier hat jeder die Auswahl, bei welcher Bank er sein Girokonto einrichten möchte. Eine Direktbank – auch Onlinebank genannt – ist ausschließlich über das Internet erreichbar. Bei den meisten gibt es ein Kundencenter, bei einigen ist nur ein eingeschränkter Kontakt möglich. In beiden Fällen können alle alltäglichen Bankgeschäfte vorgenommen werden. Bei der Filialbank erfolgt der Kontakt über den Bankangestellten, bei der Direktbank richtet sich der Kontoinhaber alles am heimischen Computer ein. Alleine daraus kann sich ein Kostenunterschied ergeben, weil die Struktur der Direktbank weniger personalintensiv ist.

Filialbank ist jedoch nicht Filialbank, es gibt deutliche Unterschiede in den Gebühren. Ein Vergleich lohnt sich auf jeden Fall, nicht nur bei den Angeboten der Direktbanken, sondern auch für Filialbankkonten. Es kann jedoch durchaus vorkommen, dass diese Gebühren nicht online nachvollziehbar, geschweige denn vergleichbar sind. Manche Bank rechnet das Girokonto nach dem klassischen Prinzip ab und berechnet jede Kontobewegung separat. Andere haben einen Pauschalpreis und sind deshalb meist günstiger im Monat. Typische Anbieter für das Filialkonto sind immer noch Sparkassen oder Raiffeisenbanken. Allerdings bieten sie teilweise auch die Möglichkeit, beides zu nutzen, also das Filialkonto mit einem zusätzlichen Onlinzugang zu verbinden. Dennoch sollte man einen Vergleich anstreben, denn selbst beim Wechsel innerhalb dieser Banken kann sich ein deutlicher Preisvorteil ergeben.

Die günstigste Filialbank

Wenn der persönliche Ansprechpartner in der Bank, der ja ein Bankberater ist, ein großes Plus bei der Entscheidung ist, sollte eine Filialbank gewählt werden. Sie sollten sich erkundigen, welche Kontomodelle die Bank anbietet, die Ihrem Standort am nächsten liegt. Das klassische Konto ist unterm Strich etwas teurer als das pauschal abgerechnete Konto und es hängt immer davon ab, wie viele Kontobewegungen stattfinden. Eine gute Alternative kann sein, wenn man ein Konto wählt, bei dem das Abheben an fremden Geldautomaten günstig ist. Wer nicht ins Ausland reist, braucht auch keine besondere Kreditkarte dafür. Zur Auswahl ist es wichtig, sein eigenes Bankverhalten genau zu kennen.