Beiträge, abhängig vom Geschlecht bei privaten Versicherungen

Bislang wurden Männlein und Weiblein beim Abschluss einer privaten Versicherung mit unterschiedlichen Tarifen beglückt. Wo die Gleichberechtigung in anderen Bereichen des täglichen Lebens schon auf dem Vormarsch war, tat sich die Versicherungsbranche bislang damit äußerst schwer.

Damit ist ab Dezember dieses Jahres Schluss. Versicherungsunternehmen müssen ab dann ihre Tarife unabhängig vom Geschlecht der Versicherungsnehmer anbieten. Das bedeutet für den Verbraucher: gleiche Tarife für Männer und Frauen.

Doch es gibt bekanntlich immer zwei Seiten der Medaille. So könnte die Tarifgleichberechtigung (Unisex-Tarif) einige Damen, aber auch einige Herren noch teuer zu stehen kommen. Versicherungen buhlen gerade jetzt um die Gunst der Kunden und wollen so viele Abschlüsse wie möglich verkaufen.

Dabei berufen sie sich auf die Schwarzmalerei, dass ab Dezember alles teurer wird. So sollen die Beiträge für private Rentenversicherung für Männer durchschnittlich um 8 Prozent steigen. Frauen hingegen müssen bei der Risikolebensversicherung wohl künftig mehr zahlen. Von bis zu 30 Prozent Erhöhung ist bei Branchenkennern die Rede. Egal, wer mehr bezahlt feststeht wohl eines: Günstiger wird es nicht mehr.

Daher lohnt sich gerade jetzt ein Vergleich. Wer mit dem Gedanken spielt solch eine private Versicherung abzuschließen, sollte sich vor dem 21. Dezember beraten lassen, um noch von den alt bekannten Tarifen zu profitieren.