Große Auswahl bei Kreditkarten – so findet man die richtige

Verbraucher, die eine Kreditkarte nutzen möchten, haben in der heutigen Zeit eine große Auswahl an Anbietern und eine noch größere an Kreditkarten. Grundsätzlich werden die Zahlungsmittel entweder über Banken an den Kunden ausgegeben oder vom Kreditkarteninstitut selbst. Grundsätzlich verfügen alle über die Funktion der bargeldlosen Zahlung, der mögliche Kreditrahmen, Zusatzleistungen oder die Gebühren können jedoch sehr unterschiedlich sein. Bei der Auswahl sollte berücksichtigt werden, wie häufig sie benutzt wird, was oder wo damit bezahlt wird und ob man die Kreditkarte auch im Ausland benutzen möchte. Die passenden Angebote lassen sich im Vergleichrechner gegenüberstellen, das spart langes Suchen im Internet.

Allgemeines rund um die Kreditkarte

Auch wenn sie modern aussehen, über Kreditkarten haben Menschen schon vor 100 Jahren nachgedacht. Bis sie ein solches Zahlungsmittel in Händen halten konnten, mussten aber noch etliche Jahre vergehen. Sie wurden ursprünglich auf Papier gedruckt, waren kleine Karten, von denen der Händler bei jedem Einkauf ein Stückchen abgeschnitten hat. Blieb nichts mehr übrig, musste der Kunde eine neue kaufen.

Die Western Union Bank war die erste Bank, die eine „richtige“ Kreditkarte herausgegeben hat. Was zuvor im Kopf eines Schriftstellers existierte, sollte nun reichen und angesehenen Bürgern zugänglich gemacht werden. Vielleicht ruht darauf auch heute noch das Image einer Person, die mit Kreditkarte zahlt, die von einem renommierten Unternehmen ausgegeben wurde. Trotzdem sind sie zu einem alltäglichen Zahlungsmittel genommen, das mit unterschiedlichen Abrechnungssystemen arbeitet und in diesen Bezeichnungen geführt wird:

  • Charge-Kreditkarten
  • Revolving-Kreditkarten
  • Debit-Kreditkarten
  • Prepaid-Kreditkarten

Charge-Kreditkarten

Am häufigsten werden Charge-Kreditkarten benutzt, die mit einem individuellen Kreditrahmen ausgestattet sind. Die Höhe des Kreditrahmens hängt von der Bonität des Kunden ab, diese wird anhand einer Prüfung und Nachfrage bei der Schufa ermittelt. Innerhalb des Kreditrahmens kann der Inhaber Zahlungen tätigen, alle Umsätze werden einmal monatlich abgerechnet und dem Girokonto belastet. Ist das Kreditkartenkonto ausgeglichen, kann die Kreditkarte im nächsten Monat wieder in voller Höhe belastet werden.

Revolving-Kreditkarten

Die Revolving-Kreditkarte unterscheidet sich von der Charge-Kreditkarte dahingehend, dass die Umsätze zwar monatlich abgerechnet werden, aber durch eine besondere Ratenzahlungsvereinbarung mit festem Zahlungsziel zurückgezahlt werden. Natürlich kann der entstandene Sollbetrag auch in einer Summe beglichen werden.

Debit-Kreditkarten

Zahlungen, die mit einer Debit-Kreditkarte getätigt werden, belasten das Girokonto unmittelbar danach. Bei dieser Kreditkarte kann nicht von einer Kreditkarte im üblichen Sinne gesprochen werden, weil mit der Karte kein Kreditrahmen eingeräumt wird. Sie arbeitet vielmehr wie eine Scheckkarte. Debit-Kreditkarten sind auch äußerlich zu erkennen, denn sie besitzen keine geprägten Zahlen, sondern aufgedruckte. Die Bezeichnung Debit-Kreditkarte haben sie, weil sie das Logo einer Kreditkartengesellschaft tragen.

Prepaid-Kreditkarten

Die Bezeichnung Prepaid-Kreditkarten verrät bereits, wie diese Art der Kreditkarte funktioniert. Wie bei allen anderen aufladbaren Karten (Handy, Geldkarte) muss diese Kreditkarte mit einem Guthaben aufgeladen werden, bevor damit bezahlt werden kann. Eine solche Kreditkarte ist in jeder Hinsicht eine Absicherung, sowohl für Überschuldung, als auch beim Verlust davor, dass die Diebe das Konto abräumen könnten.

Wer kann eine Kreditkarte beantragen?

Außer den Prepaid-Kreditkarten können die anderen Kartenmodelle mit oder ohne Bonitätsprüfung beantragt werden. Während eine Prepaid-Kreditkarte nahezu jedem Kunden ausgehändigt wird, prüfen die Kreditinstitute bei den regulären Karten genauer nach. Die Bonität wird durch eine Abfrage bei der Schufa ermittelt, denn anhand des Zahlungsverhaltens der letzten Jahre kann ermessen werden, wie wahrscheinlich ein Zahlungsausfall ist. Probleme mit Rückzahlungen vorheriger Kredite, nicht bediente Ratenzahlungen oder sogar gerichtliche Vollstreckungen können eingesehen werden. Auch Privatinsolvenzen sind bei der Schufa vermerkt, von Banken gekündigte Konten oder Kredite werden ebenfalls festgehalten.

Wie wird die Kreditkarte beantragt?

Um sich gegenüber dem Kreditkartenunternehmen zu legitimieren, muss auf jeden Fall ein Verrechnungskonto angegeben werden. Das muss nicht grundsätzlich bei der gleichen Bank bestehen, jeder kann eine Kreditkarte unabhängig von einem Girokonto beantragen. Einige Kreditkartenanbieter setzen jedoch voraus, gleichzeitig auch ein Girokonto einzurichten. Das Verrechnungskonto – auch Referenzkonto genannt – dient dazu, die Raten für die Rückzahlungen oder den Kreditbetrag abzubuchen. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, erhält der Antragsteller innerhalb weniger Tage seine Kreditkarte, die dazu gehörende Geheimzahl wird ihm mit separater Post zugeschickt.

Was sind die Vorteile von Kreditkarten?

Was einst Geschäftsleuten vorbehalten war, gilt heute für alle Kreditkartenkunden, sie sind mit das sicherste Zahlungsmittel, vor allem beim weltweit möglichen Einsatz. Sie ersetzen das Bargeld in der Geldbörse, lassen sich den verschiedenen Landeswährungen anpassen und sind somit auch beim Urlaub oder der Geschäftsreise praktisch. Mittlerweile steht sie häufig für Zahlungen im Onlineshop im Vordergrund, viele Händler akzeptieren nur Kreditkarten zur Bezahlung von Bestellungen. Aber auch wenn andere Zahlungsmethoden möglich sind, sollten Verbraucher überlegen, mit der Kreditkarte zu bezahlen. Sie bietet Sicherheit, eine schnellere Bearbeitung und meistens auch die Option der versandkostenfreien Lieferung.

Der finanzielle Freiraum, der durch die Kreditkarte genutzt werden kann, ist vielen Bankkunden angenehm. Hier macht die Kreditkarte ihrem Namen alle Ehre, durch den möglichen Verfügungsrahmen ist der Inhaber für eine kurze Zeit in der Lage, schnell Geld zu beschaffen. Je nach Anbieter kann das sogar zinslos geschehen, hier empfiehlt sich wieder einmal der Vergleichsrechner für Kreditkarten, der auch diese Punkte berücksichtigt. In diesem Vergleichsrechner werden Kreditkartenangebote aufgelistet, die nach eigenen Wünschen herausgefiltert werden können. Vielleicht ist es die nicht berechnete Jahresgebühr, die zum Abschluss lockt oder die Kreditkarte wird sogar kostenlos zur Verfügung gestellt. Auch Testsieger können in einem Vergleich ermittelt werden, denn dank der vielen Anbieter und des herrschenden Wettbewerbs können sich Kunden auf ein großes und vielfältiges Angebot freuen.

Kreditkarte kündigen und wechseln

Eine im Besitz befindliche Kreditkarte kann durchaus gekündigt werden, wenn man ein besseres Angebot gefunden hat. Der Vertrag mit dem Unternehmen muss schriftlich gekündigt werden. In diesem Schreiben muss lediglich stehen, dass man seine Karte kündigen möchte, die Unterschrift des Karteninhabers ist erforderlich. Dieses Schreiben wird an die Bank oder das Kreditkarteninstitut geschickt, von dem der Inhaber die Karte erhalten hat. Eine Kündigungsfrist muss seit ein paar Jahren nicht beachtet werden, sollte im Antrag eine solche vermerkt sein, darf sie höchstens einen Monat betragen. Wenn eine Kreditkarte gekündigt wird, für die eine Jahresgebühr bezahlt wurde, wird die zuviel bezahlte Gebühr zurückerstattet. Es wird empfohlen, zunächst eine neue, günstigere Karte zu beantragen, bevor die alte Kreditkarte gekündigt wird. Dadurch lässt sich ein Vakuum überbrücken, in dem man beim Wechsel keine Kreditkarte zur Verfügung hat.