Kostenlose und kostenpflichtige Girokonten im Vergleich

Gerade die Direktbanken werben heute mit vollmundigen Versprechen für Girokonten, die das komplette Leistungsportfolio beinhalten und dabei keinen Cent Gebühren kosten sollen. Auf der anderen Seite gibt es bei den bekannten Filialbanken in Deutschland immer noch die klassischen Girokonten, welche mit monatlichen Gebühren sowie eventuell weiteren Kosten für die einzelnen Buchungspositionen und Zusatzleistungen verbunden sind.


Leistungen kostenloses Girokonto
Nun stellt sich die Frage, ob das als kostenfrei gepriesene Girokonto wirklich in allen Belangen mit dem kostenpflichtigen Klassiker mithalten kann.

Oftmals kommt Ernüchterung auf, wenn man sich die entsprechenden Angebote für kostenlose Girokonten einmal etwas näher ansieht. So sind z. B. nur ein paar grundsätzliche Leistungen wirklich kostenlos, für jeden zusätzlichen in Anspruch genommenen Service muss der Kontoinhaber dann doch Gebühren zahlen. Kein Wunder: Die Bank ist darauf angewiesen, an jedem ihrer Kunden Geld zu verdienen. Angesichts des immer härter werdenden Wettbewerbs kann es sich kaum ein Kreditinstitut leisten, den immensen Verwaltungsaufwand für ein Girokonto komplett kostenlos anzubieten.


Unterschiede kostenloses und kostenpflichtiges Girokonto
Schauen wir uns doch einmal etwas näher an, wie sich die Unterschiede zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Girokonten bei den meisten Kreditinstituten gestalten. Häufig bezieht sich das Attribut „kostenfrei“ lediglich auf die monatlichen Kontoführungsgebühren, die bei anderen Angeboten erhoben werden. Für alle zusätzlichen Leistungen sind dann entsprechende Gebühren zu bezahlen. So beispielsweise bei einem Dispositionskredit. Er ist längst nicht für alle kostenfreien Girokonten Standard, bei vielen Angeboten handelt es sich um reine Guthabenkonten, die nicht überzogen werden können. Ist bei dem betreffenden Angebot doch ein Dispositionsrahmen enthalten, so werden für dessen Nutzung häufig sehr hohe Zinssätze von bis zu 20 Prozent p. a. berechnet. Im Vergleich dazu liegen die Zinssätze für Überziehungskredite bei kostenpflichtigen Girokonten meist um einiges niedriger.

Auch Annehmlichkeiten wie das zur Verfügung stellen von Kontoauszügen in Papierform oder eine Kreditkarte, welche die obligatorische EC-Karte ergänzt, werden längst nicht in Verbindung mit jedem kostenfreien Girokonto angeboten. Bei kostenpflichtigen Konten sind sie dagegen Standard.

Trotz dieser Einschränkungen muss ein kostenloses Girokonto nicht grundsätzlich schlecht sein. Wer sich mit einem geringeren Serviceangebot zufrieden geben kann, für den ergibt sich hier eine echte Möglichkeit zum Geld sparen.