Sichern Sie Ihre Kreditwürdigkeit!

Wer in Deutschland einen Kredit haben möchte, kommt an der Schufa nicht vorbei. Deshalb ist es hierzulande sozusagen die erste Bürgerpflicht, die Schufa „sauber“ zu halten. Manchmal gelingt es nicht. Dann gibt es aber immer noch Wege und Möglichkeiten.

Was macht die Schufa?

„Schufa“ ist eine Abkürzung für die „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“. Sie sichert die Daten über die Zahlungsmoral der deutschen Bürger und stellt sie potenziellen Gläubigern zur Verfügung. Bevor eine Bank einen Kredit gewährt, wird sie diese Daten abrufen. Aber auch Vermieter und Mobilfunkanbieter wenden sich oft an diese Einrichtung, bevor sie eine Geschäftsbeziehung eingehen.

Die anfragende Person erfährt dann genau, ob Mahnverfahren oder gar Vollstreckungsmaßnahmen bestehen. Sollte jemand etwas mit dem Gerichtsvollzieher zu tun gehabt haben, weiß die Schufa das, und sie hat natürlich auch private Konkurse gespeichert. Weiterhin kennt sie die bestehenden Konten, Kreditkarten und die laufenden Verträge über Handys und Leasinggeschäfte. Sie ist also sehr gut informiert. Allerdings muss sie Eintragungen auch fristgerecht löschen, dafür gibt es gesetzliche Regelungen.

Recht auf Einsichtnahme

Jeder Bürger hat das Recht, Einsicht in die Daten zu nehmen, die die Schufa über ihn gespeichert hat. Einmal im Jahr darf dieses Recht in Anspruch genommen werden. Es ist dringend zu empfehlen, das auch zu tun. Denn: Auch die Schufa kann irren. Sollten Sie sich wundern, warum Sie Probleme haben, einen Kredit zu erhalten, dann klären Sie als Erstes Ihren Schufa-Eintrag! Jeder Fehler sollte sofort beanstandet und die Richtigstellung gefordert werden.

Wie schützt man sich gegen negative Eintragungen?

Um die Schufa „sauber“ zu halten, sollte man einen Grundsatz beherzigen: Immer zuerst die Schulden, die man hat, bedienen. Geld sparen steht an zweiter Stelle. Jegliche Zinsen, die aus einem Kredit resultieren, kosten mehr Geld, als man durch Sparen erwirtschaften kann. Denn: Die Zinsen für einen Kredit liegen weit über den Sparzinsen.

Wenn man einen Kredit aufnehmen will, sollte man sich ausführlich über die Ratenzahlungen informieren. Nehmen Sie nicht sofort den ersten Anbieter!

Kümmern Sie sich um ein Girokonto, das Sie kostenlos erhalten. Das ist heutzutage machbar, aber man muss dazu Vergleiche anstellen. Es gibt verschiedene Modelle.

Und wenn doch etwas schiefgeht?

Wenn man eine große Rechnung nicht mehr bezahlen oder die Ratenzahlungen nicht mehr bedienen konnte und dadurch Negativeinträge in die Schufa erhält, hat man kaum noch Aussicht auf einen normalen Bankkredit. Jetzt ist eine seriöse Schuldenberatung angebracht. Grundsätzlich gilt: keine falsche Scham. Der Weg aus der Schuldenkrise führt über eine fundierte Beratung, die echte Hilfe aufzeigt. Eine seriöse Schuldnerberatung hat immer eine staatliche Anerkennung. Das ist ein Erkennungsmerkmal.

Es ist in Deutschland leider zu beobachten, dass arbeitende Bürger in die Schuldenfalle geraten, sogar wenn sie eine Vollzeitstelle innehaben und sogar wenn sie einen unbefristeten Arbeitsplatz haben. Auf nahezu 20 Prozent der Menschen, die in den letzten Jahren eine Schuldnerberatung aufgesucht haben, trifft das zu. Circa 50 % der Ratsuchenden sind arbeitslos, und für einen weiteren Teil trifft zu, dass sie selbstständig waren oder sind.