Teurer Dispositionskredit

 

Hier mal einen Cent mehr ausgegeben und dort einmal eine größere Investition getätigt, das kennt wohl jeder. Schnell gibt man Geld aus, wo oftmals, gerade zum Monatsende, nicht mehr viel ist.
Solche kleinen Mehrausgaben belasten schnell das Konto.

Für solche finanziellen Notfälle steht den meisten Bankkunden die ein Girokonto besitzen ein Dispositionskredit, kurz Dispo, zur Verfügung. Dieser soll dazu dienen, um auch bei fehlender Deckung des Kontos Ausgaben tätigen zu können. Doch der Anspruch des Dispos kann einem teuer zu stehen kommen, denn die Zinsen sind bei den meisten Kreditinstituten äußerst hoch.

Durchschnittlich schlägt der Überziehungskredit mit circa 12 Prozent zu Buche. Der Zinssatz bei einem herkömmlichen Kredit liegt hierzu im Vergleich zwischen 4 bis 6 Prozent.

Zwar kann die Rückzahlung des Dispos durch schrittweise erfolgen, aber die Zinsbeträge lassen schnell den Sparstrumpf schrumpfen. Der einzige Vorteil liegt demnach lediglich bei der unkomplizierten und flexiblen Inanspruchnahme.

 

Immer die Optionen abwägen

 

Als Kunde sollte man dennoch genau abwägen, ob eine kurzfristige Überziehung des Kontos in Anbetracht der hohen Dispozinsen Sinn macht. Auch ein klärendes Gespräch mit dem Bankberater kann dabei Hilfe bringen, denn oftmals lassen sich so auch kostengünstigere Alternativen und Regelungen durch die Hausbank finden.