Umstellung auf SEPA Girokonto

Im August 2014 mussten sich die Inhaber privater Girokonten umstellen. Die bis dahin gewohnte und relativ kurze Kontonummer wurde durch eine lange IBAN (International Bank Account Number) ersetzt. Organisatorisch ändert sich für den Verbraucher zwar wenig, aber es gilt, sich die neue Art der Kontonummer zu merken. Manche Banken lassen bei Überweisungen noch beide Varianten zu, einige haben ihr Interface schon dahingehend geändert, dass nur noch die IBAN Nummer eingetippt werden kann. So wird aus dem <Bankkonto ein SEPA Girokonto, für das einige Dinge zu beachten sind.


Die IBAN Nummer für das SEPA Girokonto
Schon 2008 haben die Geldinstitute damit begonnen, die ersten Schritte zu einem SEPA Girokonto zu unternehmen. Geldtransaktionen, die in europäische Länder getätigt wurden, wurden durch die SEPA-Umstellung mit der IBAN-Nummer versehen. Diese Nummer ist eine 22-stellige Kombination, der die Länderkennzeichnung vorangeht. In Deutschland ist das „DE“ vor der Nummer zu finden, in anderen europäischen Ländern die entsprechende Länderkennzeichnung. Dahinter folgt eine Prüfziffer aus zwei Stellen, die bisher verwendete Bankleitzahl mit 8 Stellen sowie der bisherigen nationalen Kontonummer. Diese kann kurz sein und so werden die Stellen zwischen Bankleitzahl und Kontonummer mit Nullen aufgefüllt, bis 22 Stellen vollzählig sind. Mittlerweile sind alle Bankkarten für das SEPA Girokonto mit der IBAN Nummer bedruckt, sodass ein Blick auf die Rückseite genügt, um die Kombination zu lesen.


Das SEPA Girokonto ab 2016
Nicht jeder Kontoinhaber nutzt Onlinebanking, sondern die gewohnten Überweisungsformulare, um Überweisungen vom Girokonto zu tätigen. Diese Formulare wurden mit der neuen Einteilung versehen, sodass jetzt nach dem Empfänger nicht mehr die Kontonummer und die Bankleitzahl als zwei Felder zu lesen sind. Anstelle dessen ist jetzt ein Feld für die IBAN Nummer und darunter ein Feld für die BIC des Kreditinstitutes des Empfängers vorhanden. Dies ist die zweite Änderung, die mit der SEPA Umstellung vorgenommen wurde. Die BIC ist die internationale Bankleitzahl und muss nur dann angegeben werden, wenn der Zahlungsempfänger sein Konto bei einer Bank im Ausland unterhält. Ansonsten ändert sich bei der Überweisung über das SEPA Girokonto für den Kontoinhaber nichts. Seine eigene Kontonummer kann er ebenfalls als IBAN Nummer angeben und nicht wie gewohnt als Kontonummer und Bankleitzahl.

Bei Lastschriften wird zusätzlich eine sogenannte Gläubiger-Identifikationsnummer benötigt, die eine europaweite Transparenz im Zahlungsverkehr unterstützen soll. Sie gilt sowohl für Privatpersonen wie für Unternehmen, die Geld vom SEPA Girokonto einziehen lassen möchten. Sie ist in Europa von Land zu Land unterschiedlich lang und zählt in Deutschland 18 Stellen. Sie setzt sich aus dem ISO-Ländercode (z. B. DE), der zweistelligen Prüfziffer, dem dreistelligen Business Area Code und dem 11-stelligen nationalen Identifikationsmerkmal zusammen. Die Gläubiger-Identifikationsnummer kann jeder bei seiner Bank beantragen, dafür bieten die meisten auf ihrer Webseite eine Möglichkeit.