Verbraucherzentrale verzeichnet Rekordnachfrage bei Krediten

Verbraucherzentralen sind gute Indikatoren dafür, was viele Menschen bewegt. Im Jahr 2014 waren Kredite der absolute Renner bei den Nachfragen. Die ganz normalen Verbraucherkredite waren das große Thema in vielen Familien, das einiger Erläuterungen bedurfte. Oft wissen die Verbraucher nur, dass die Bank gerne Geld gibt, wenn sie weiß, dass sie es wiederbekommt, und zwar mit Zinsen. Doch viele Menschen kennen die genauen Kriterien nicht. Es gibt nämlich zwei, und die Bank entscheidet, welche sie anwendet. Deshalb erklärt sie nicht unbedingt die andere Möglichkeit. Die beiden großen Linien der Banken bei der Vergabe von solchen Konsumentendarlehen sind die bonitätsabhängige und die bonitätsunabhängige Prüfung. Wenn die Kreditvergabe bonitätsabhängig ist, dann erhält der Kreditnehmer einen absolut individuellen Zinssatz. Zwar können den andere Verbraucher auch erhalten, doch er bleibt speziell an den Kunden gebunden und richtet sich ausschließlich nach der Wahrscheinlichkeit, wie zuverlässig und pünktlich er ihn zurückzahlen kann. Je höher diese Wahrscheinlichkeit eingeschätzt wird, desto günstiger fällt der Zinssatz für den Konsumenten aus. Ein bonitätsunabhängiger Kredit dagegen legt für alle den gleichen Zinssatz fest – natürlich ebenfalls nach Prüfen der Kreditwürdigkeit. Schon diese beiden Möglichkeiten tragen dazu bei, dass die Angebote von Ratenkrediten recht unübersichtlich werden können.

Bearbeitungsgebühren gekippt

Oft sind es gar nicht die Raten, mit denen die Verbraucher auf Kriegsfuß stehen. Was wirklich irritiert, ist die Forderung nach Gebühren für die Bearbeitung, bevor man das Geld überhaupt bekommt. Doch dazu gab es gibt es seit einiger Zeit eine Entscheidung von höchster Stelle, nämlich eine Bundesgerichtshofentscheidung. Keine Bank darf mehr dafür eine Gebühr erheben, dass sie einen Kreditantrag bearbeitet. Tut sie es dennoch, hat der Kreditnehmer noch 10 Jahre lang die Möglichkeit, die Rückerstattung juristisch einzufordern. Gründe für die Kreditaufnahme

Und was brauchen die Deutschen eigentlich so? Wofür nehmen sie Verbraucherkredite auf? Da steht die Motorisierung des Alltagslebens an der Spitze. Fast die Hälfte aller Haushalte benötigt dafür einen Kredit, sei es Automobil oder Motorrad. Mit immer noch über 20 Prozent folgen die Einrichtungsgegenstände für die Wohnung und Renovierungsbedarf. Dann kommen die Haushaltsmaschinen und-Geräte (18 Prozent), Leistungen im medizinischen Bereich, Bildungsmaßnahmen und elektronische Unterhaltungskünstler an die Reihe (15, 13 und 11 Prozent). Doch der finanzielle Sektor ist auch vertreten. 12 Prozent denken an eine Umschuldung, und 10 Prozent wollen ihr Konto ausgleichen und den Dispositionskredit ablösen. Lediglich 2 Prozent fallen unter das Thema Urlaubsreise und Handyanschaffung, und noch 1 Prozent gönnen sich von dem geliehenen Geld neue Kleider und Geschenke zum Weihnachtsfest.

Kreditangebote immer vergleichen!

Es ist immer ratsam, hinreichend zu vergleichen. Dies sieht auch die Verbraucherzentrale so. Schließlich muss man nicht nur die reine Kreditsumme zurückzahlen, sondern noch einen Differenzbetrag dazulegen. Nur eins muss man nicht mehr: Unberechtigte Bearbeitungsgelder zahlen.