Was ist ein Girokonto ohne Schufa?

Wer heute ein Girokonto eröffnen möchte, muss in der Regel gleich seine Einwilligung dazu geben, dass die Bank eine Schufa-Abfrage vornimmt. Diese dient der Bank zur Absicherung, denn ein Antragsteller mit einer sogenannten negativen Schufa wird meistens abgelehnt. Im Prinzip würden die Banken sicherlich das ihnen geschuldete Geld eintreiben können, aber viele argumentieren damit, dass es zu viel Arbeit kosten würde, von einem verschuldeten Kontoinhaber Geld zu bekommen. Außerdem betrachten die Banken Girokonten als Einstieg in die Finanzwelt, denn von einem solchen können Kredite abgeschlossen oder Baufinanzierungen abgeschlossen werden. Natürlich ist auch die Anlage von Tages- oder Festgeld von einem Girokonto aus möglich, aber dann zählen die Bankkunden wieder zu denjenigen, die bei der Bank gerne gesehen sind.


Was ist die Schufa?
Die Schufa wurde bereits 1927 gegründet und hat die Bereitstellung von kreditrelevanten Informationen als Kerngeschäft angegeben. Zu den Firmenkunden zählen nicht nur Banken, sondern auch der Handel und noch viele weitere Branchen. Sie nutzen die bei der Schufa eingetragenen Daten von Verbrauchern für eine sichere Kreditvergabe oder für die Entscheidung, einen Antrag auf Girokonto zu genehmigen. Dass dies nicht immer zugunsten der Antragsteller ausfällt, zeigt die Zahl von rund 60 Millionen Menschen, die in Europa leben und kein Girokonto unterhalten können, weil sie dies wegen eines negativen Schufaeintrags nicht erhalten haben. Auch wenn viele denken, ein Girokonto braucht man nicht zwangsläufig, es schränkt aber nicht nur den Alltag stark ein, sondern kann auch verhindern, dass man eine neue Arbeitsstelle antreten kann. Heute wird der Lohn oder das Gehalt nahezu ausschließlich bargeldlos überwiesen und um Rechnungen oder Versicherungen zu bezahlen, ist ein eigenes Girokonto ebenfalls notwendig.


Girokonto ohne Schufa
Das Girokonto ohne Schufa wird so genannt, weil die Bank für die Einrichtung eines Kontos keine Genehmigung verlangt, bei der Schufa Auskünfte einzuholen. Besonders in der heutigen Zeit fragen alle großen Banken und Sparkassen bei der Schufa nach, aber manche eben auch nicht. Welche das genau sind, kann im Vergleichsrechner herausgefunden werden. Ein solches Konto kann auch daran erkannt werden, dass es nur auf Guthabenbasis geführt werden kann. Das heißt also, dass weder ein Überziehungskredit möglich ist, noch eine Kreditkarte ausgegeben wird.

Aber auch solche Angebote können Unterschiede aufweisen, selbst, wenn die Grundvoraussetzungen die gleichen sind. Denn bei nicht wenigen Banken muss trotzdem eine monatliche Kontoführungsgebühr bezahlt werden. Diese kann zwischen 5 Euro und 10 Euro betragen, obwohl der Kontoinhaber keine Kreditkarte oder Girokarte im üblichen Sinne erhält. Alles funktioniert auf der Prepaid Basis, also nur wenn Guthaben auf dem Konto ist, kann mit der Karte bezahlt oder Überweisungen bzw. Bargeldverfügungen durchgeführt werden. Wer also ein Girokonto auf Guthabenbasis einrichten möchte, sollte auf dieses Merkmal achten, bevor er sich ein ausgewiesenes Schufa-Konto einrichten lässt.